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Problem des Insektenbefalls auf den Tragflächen der Flugzeuge

Insekten können 15 oder sogar bis zu 200 Meter hochfliegen und bleiben nach einem Zusammenstoß mit einem Gegenstand oder Fahrzeug häufig kleben, wie zum Beispiel an dem Rumpf und/oder den Tragflächen von Flugzeugen. Die Verschmutzung hat eine negative Auswirkung auf die Aerodynamik.

Insekten können 15 oder sogar bis zu 200 Meter hochfliegen und bleiben nach einem Zusammenstoß mit einem Gegenstand oder Fahrzeug häufig kleben, wie zum Beispiel an dem Rumpf und/oder den Tragflächen von Flugzeugen. Die Verschmutzung hat eine negative Auswirkung auf die Aerodynamik.

Besonders schlecht wäre dies für die zukünftigen Flugzeuge, weil diese im Gegensatz zu denen, die aktuell im Betrieb sind, besonders glatte Tragflächen aus Kohlefasern haben.
Heißt präzise, wie D. Gloß, Ingenieur am Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik erklärt, dass die vielen Insekten, die auf die vorderen Bereiche der Flügel treffen, das Ausbilden großer laminarer, reibungsarmer Bereiche der Tragfläche verhindern und damit das Ziel der Treibstoffersparnis durch Laminarhaltung zu Nichte machen.

Deshalb arbeitet nun das DLR und der Flugzeugbauer Airbus gemeinsam an einem Forschungsprojekt, um die häufig gestellten Fragen „Wo treffen die Insekten genau auf die Tragflächen?“ und „Wie lässt sich dies verhindern?“ zu untersuchen.
Dazu startete das DLR -Forschungsflugzeug ATRA vom Flughafen Braunschweig aus mit dem Ziel Magdeburg - Cochstedt und führte über Sachsen-Anhalt Testflüge im Tiefflug durch.
Sie brachten zu Beginn Klebefolien an den Tragflächen an, um am Ende die Muster der Kleintiere in Computermodellen einzugeben, damit festgestellt werden kann, wo die meisten Tiere bei den Starts und den Landungen je nach Geschwindigkeit liegen blieben.

Laut Groß, einem Ingenieur der DLR, werden die Resultate im Rechner für zukünftige aerodynamische Tragflächen-Entwürfe zur Weiterentwicklung der laminartechnologie genutzt. Zudem werden die neuen Tragflügel aus besonders glatter Kohlefaser ohne Unebenheiten und Verunreinigungen mit Vorderkantenklappen ausgestattet. Es sind außerdem weitere Testflüge für Ende August geplant.