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Neue Erkenntnis über die besondere Fähigkeit der Marienkäfer

Es ist ein gewohnter Anblick, wenn Insekten aller Art senkrecht an Wänden laufen oder einfach dort pausieren. Marienkäfer sind allerdings eigentlich zu schwer, um sich senkrecht an Gegenständen oder Wänden halten zu können. Wie ist es also möglich?

Es ist ein gewohnter Anblick, wenn Insekten aller Art senkrecht an Wänden laufen oder einfach dort pausieren. Marienkäfer sind allerdings eigentlich zu schwer, um sich senkrecht an Gegenständen oder Wänden halten zu können. Wie ist es also möglich?

Biologen des Zoologischen Instituts der Kieler Universität haben sich dieser Frage angenommen und konnten das Phänomen aufklären. Dies gelang ihnen mit Hilfe einer speziellen Mikroskopietechnik, mit jener sie das Protein Resilin in den Haarspitzen der Beinhaare nachweisen konnten - ein Protein, das bei den meisten Insekten in elastischen Körperteilen vorkommt, wie Flügel oder Gelenke.
Resilin ist also dafür verantwortlich, dass die Hafthaare an ihren Spitzen elastisch und weich werden, da diese in der Norm hart und steif sind, vor allem bei der Haarwurzel. Die Konzentration des Proteins ist an den Haarspitzen am höchsten und sorgt somit für punktuelle Flexibilität.
Die Haare bestehen folglich aus verschiedenen Materialien und zeigen verschiedenartige Eigenschaften auf. Diese Gegebenheit ermöglicht es den Schwergewichten unter den Insekten, sich ihrem Untergrund optimal anpassen zu können, um einen idealen Halt zu erlangen.