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Hai-Angriffe : Neuer Schutz für Surfer und Taucher

Erst Mitte August diesen Jahres verstarb eine deutsche, junge Frau an den Folgen einer Hai-Attacke in Hawaii. Der Angriff erfolgte vor der Küste Mauis, einer der Strände, der zu den zehn Stränden und Küstengebieten mit dem höchsten Risiko für Hai-Überfälle zählt.

Erst Mitte August diesen Jahres verstarb eine deutsche, junge Frau an den Folgen einer Hai-Attacke in Hawaii. Der Angriff erfolgte vor der Küste Mauis, einer der Strände, der zu den zehn Stränden und Küstengebieten mit dem höchsten Risiko für Hai-Überfälle zählt.

2012 gilt mit weltweit 80 Hai-Angriffen auf Menschen, von denen sieben tödlich verliefen, als Nachfolger des Rekordjahrs 2000, in dem 89 Menschen angegriffen wurden und 11 Betroffene ihren schweren Verletzungen erlagen.
Aufgrund der Zunahme von Hai-Angriffen in den letzten Jahren, beschäftigte sich das Biotechnologieunternehmen Shark Attack Mitigation System (SAMS) in Kooperation mit der Regierung von West-Australien und dem Ozean-Institut der Universität von West-Australien mit der Entwicklung von speziellen Neoprenanzügen, die Schwimmer, Taucher und Surfer zukünftig vor Angriffen von Haien schützen sollen.
Wissenschaftler des Ozean-Instituts lieferten dafür, mit ihren zuvor erworbenen Studienergebnissen bezüglich des Sehvermögens von Haien die Grundlage. Haie sehen nämlich ausschließlich schwarz-weiß und verlassen sich, nachdem sie ihre Beute mithilfe ihres Geruchssinns geortet und gefunden haben, im entscheidenden Moment vor dem Angriff nur auf ihr Sehvermögen. Daher war es das Ziel der Entwickler, dieses mittels bestimmter Muster auf den Neoprenanzügen zu irritieren, um den Träger des Anzugs notwendige Zeit für eine Flucht zu verschaffen oder sogar komplett vor einer Attacke zu bewahren.
Die Entwickler Hamish Jolly und Craig Anderson fertigten sowohl einen Anzug speziell für Taucher, die sich entsprechend im Wasser befinden, als auch für Surfer an, die sich in der Regel an der Wasseroberfläche aufhalten.
Der Neoprenanzug für Taucher, der Tarnanzug, reflektiert mittels farbiger Muster das Licht im Wasser auf eine spezielle Weise, sodass der Taucher regelrecht unsichtbar für den Hai wird, da er mit den Hintergrund-Wasser-Farben verschmilzt. Vergleichbar mit dem Chamäleon-Effekt.
Der Warnanzug für Surfer unterscheidet sich hingegen deutlich von dem Tarnanzug, da er sich nicht seiner unmittelbaren Umgebung anpasst, sondern sich durch Schwarz-Weiß-Streifen derart hervorhebt, dass der Surfer sich von den üblichen Beuteopfern deutlich unterscheidet. Der Hai wird dadurch verunsichert und stuft den Anzugträger womöglich sogar als gefährliches Objekt ein.

In Tests, die SAMS durchführen ließ, konnten die Muster-Neoprenanzüge schon positive Erfolge verzeichnen, bieten jedoch keinen Schutz zu 100%.
Die speziellen Muster sollen in Zukunft auch die Unterseiten von Booten und Surfboards bedecken.