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Dom zerstört wegen Braunkohle

Der Dom, der schon seit 125 Jahren im rheinischen Immerath steht, soll nun abgerissen werden.

Da die Kirche sehr mächtig und für das kleine Dorf viel zu groß ist, wird sie von den Bürgern „Immerather Dom“ genannt.
Das Ende Immeraths kommt aus der Erde, sein Fluch ist der Reichtum des Bodens, denn unter dem Ort liegt etwa 1,3 Milliarden Tonnen Braunkohle. Diese will das Unternehmen RWE Power AG abtragen. Zurzeit breiten sich die Abbaugebiete auf 110 Quadratkilometern aus. 14 Dörfer mussten weichen und tausende Menschen wurden umgesiedelt. Es wird erwartet, dass die Bagger 2017 Immerath erreichen.

Der Dom, der schon seit 125 Jahren im rheinischen Immerath steht, soll nun abgerissen werden.

Da die Kirche sehr mächtig und für das kleine Dorf viel zu groß ist, wird sie von den Bürgern „Immerather Dom“ genannt.
Das Ende Immeraths kommt aus der Erde, sein Fluch ist der Reichtum des Bodens, denn unter dem Ort liegt etwa 1,3 Milliarden Tonnen Braunkohle. Diese will das Unternehmen RWE Power AG abtragen. Zurzeit breiten sich die Abbaugebiete auf 110 Quadratkilometern aus. 14 Dörfer mussten weichen und tausende Menschen wurden umgesiedelt. Es wird erwartet, dass die Bagger 2017 Immerath erreichen.
Vor langer Zeit war die Hoffnung der Bürger noch groß, dass der Abriss gestoppt werden kann.
Der Bischof von Aachen bezeichnete das Projekt sogar damals als „ökologisch und sozial unverträglich“. Die Risiken für die Natur seien nicht hinnehmbar, außerdem würden bei der geplanten Umsiedlung der Menschen "soziale Netze" zerstört werden. Doch mit den Jahren, wurde auch die Hoffnung der Menschen geringer und die Kirche konnte mit einer Entschädigung von 3,5 Millionen Mark leben.
Ein paar Anwohner haben aber immer noch Mut und hoffen dort wohnen bleiben zu können, wie Stephan Pütz, "Wir sehen nicht ein, unser Leben für den Profit einer Aktiengesellschaft auf den Kopf stellen zu lassen.". Seit etwa zwanzig Jahren setzt er sich gemeinsam mit dem BUND gegen den Kohletagebau ein und ist auch schon beim Bundesverfassungsgericht gewesen, bislang allerdings ergebnislos.

Das Einzige was bisher feststeht ist, dass der letzte Gottesdienst in dem Dom von Immerath am 13. Oktober stattfindet.