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Die EU und China einigen sich freundschaftlich bezüglich des Solarstreits

Eine Woche vor Fristende der Einigung, ist es der Europäischen Union am 06.August gelungen, sich mit China über den Import von chinesischen Solarpaneelen zu einigen.

Eine Woche vor Fristende der Einigung, ist es der Europäischen Union am 06.August gelungen, sich mit China über den Import von chinesischen Solarpaneelen zu einigen.

Der EU ging es bei dem Streit mit Peking bzw. China darum, die europäische Solar-Industrie vor den deutlich zu preiswerten Solarprodukten aus China und somit gleichzeitig vor dem Verlust von rund geschätzten 25.000 Arbeitsplätzen zu schützen. Den Chinesen wurde diesbezüglich vorgeworfen, ihre Produkt unter dem Herstellungswert zu verkaufen, um den Markt dominieren zu können.
Daher wurden, obwohl Deutschland und auch 17 andere Länder der EU dagegen waren, Anfang Juni diesen Jahres Strafzölle in Höhe von 11,8% des Warenwertes auf chinesiche Solarimporte verhängt.
Die Einigung war von besonderer Relevanz, da der Marktwert der Importe auf 21 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt wird. Weiterhin fürchtete die deutsche Industrie, dass sich ohne baldige Vereinbarung, die Handelsbeziehung zu China weiterhin verschlechtern würde, da Peking bereits gegen legierte Stahlrohre und spezielle Chemieprodukte aus der europäischen Ländern ermittelte.
Außerdem hatte China kürzlich, um Druck auf aktuellen Solar-Prozess auszuüben, eine Klage hinsichtlich angeblicher Dumpingpreise betreffend europäischer Weine veranlasst. Verwiesen wurde auf die geltenden Subventionen in Europa für Weinbauern, da diese dadurch den Wein in China unter dem Herstellungswert verkaufen könnten.
Beschlossen wurde nun, neben einer Mengenbegrenzung von 7 geleisteten Gigawatt/Jahr, ein Mindestpreis von 56 Eurocent pro Watt. Die Strafzölle wurden zusätzlich, bei einer Nichteinhaltung auf 37,2 bis 67,9% erhöht.
Rund 90 chinesische Unternehmen dürfen sich an dieser Absprache beteiligen - das entspricht ganzen 60% der erbrachten Leistung durch Solarpaneele in der EU.

Die Europäische Union hofft durch den Kompromiss die heimischen Industrien zu stärken und zu einem stabilen Preisniveau zu verhelfen.