Ein früherer Job (Ex-Job) ist nicht nur ein obligatorischer Programmpunkt bei vielen Hochschulausbildungen. Er kann auch eine Möglichkeit sein, einen Fuß in die Arbeitswelt zu setzen oder einen weiteren Schritt in Richtung Traumjob zu machen. Um aus seinem früheren Job einen Vorteil zu ziehen, muss man zielgerichtet und nach den eigenen Interessen handeln.
Elisabeth Österlund ist bei ABB für langfristige Anstellung von Personal verantwortlich. Sie meint, dass die Basis für einen erfolgreichen Ex-Job in einer gut ausgeführten Vorarbeit liegt. Als ersten Schritt wählt man eine Firma, bei der man in Zukunft gerne arbeiten würde. Bist du unsicher bei der Firmenwahl, kannst du dich sonst einer Firma annähern, die in einer Branche tätig ist, in der du selbst Karriere machen willst, oder alternativ einer Firma, in der du wertvolle Qualifikationen für die Zukunft sammeln kannst.
Liste deine Anforderungen an den Ex-Job auf.
Nach der Auswahl einiger geeigneter Kandidaten ist es an der Zeit, sich so gut wie möglich über diese zu informieren. Lies aktuelle Jahresberichte der Firma, suche Information auf der Homepage. Erst wenn du dich über den Firmenbetrieb informiert hast, ist es Zeit für eine erste Kontaktaufnahme, sagt Elisabeth Österlund.
Wenn das Bewerbungsverfahren abgeschlossen ist, wirst du hoffentlich zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Es gibt mehrere Dinge zu beachten, um einen guten Eindruck bei der Firma zu hinterlassen, bei der du deinen Ex-Job ausführen willst. Elisabeth Österlund empfiehlt eine Liste mit Anforderungen und Wünschen hinsichtlich des Ex-Jobs zu machen. Überlege auch, was du aus deiner Zeit im Ex-Job lernen willst, welche Zielsetzungen du selbst hast. Diese Zielsetzungen können dann hoffentlich mit den Erwartungen der Firma abgestimmt werden.
Beachte auch, dass ein Bewerbungsgespräch nicht bloß eine Gelegenheit für die Firma ist, dich auszufragen, du kannst selbst dasselbe tun. Frage nach den Zielen der Firma, welche Rolle dein früherer Job für den Betrieb spielt und wohin die Arbeit führen soll. Leichter wird es auch durch eine deutliche Umschreibung des Arbeitsumfangs des Ex-Jobs, sonst reicht die Zeit wahrscheinlich nicht.
Verlange eine detaillierte Bescheinigung.
Wer eine Firma und deren Betrieb kennt, dem fällt es auch leichter, Ex-Job-Themen vorzuschlagen, die für die Firma selbst relevant sind. Bevor du solche Themen vorschlägst, kann es ratsam sein, vorher anzurufen und zu fragen, in welchen Bereichen die Firma an deiner Kompetenz als frühere Arbeitskraft interessiert sein kann.
Wenn der Ex-Job abgeschlossen ist, ist es wichtig eine schriftliche Bescheinigung der entsprechenden Firma zu bekommen. Bitte um detaillierte Ausführungen darüber, wie du deine Arbeitsaufgaben bewältigt hast, wie du der Organisation genützt hast und eine kurze Beurteilung deines Arbeitseinsatzes. Je detaillierter sie schreiben, umso einfacher kannst du die Beurteilung als Qualifikation verwenden.
Mache es dir zur Gewohnheit, im Lebenslauf immer das Thema für deinen Ex-Job anzugeben. Biete dem vermutlichen Arbeitgeber bei Interesse auch an, eine Kopie zu schicken, sagt Elisabeth Österlund.
Elisabeth Österlund betont auch die Wichtigkeit von guter Kommunikation mit seinem Betreuer. – Das vermeidet Missverständnisse und bewirkt, dass der Betreuer und der ehemalige Angestellte immer auf gleicher Wellenlänge sind, sagt sie.
Eine Chance sein Engagement zu zeigen
Ein anderes kleines, aber wichtiges Detail bevor man seinen gewünschten Arbeitsplatz bekommt, ist die ständige Erreichbarkeit via Mail und Telefon. Es kann also ratsam sein, die Richtigkeit der angegebenen Adresse und Telefonnummer zu überprüfen.
Man soll auch nicht zu konzentriert auf das Resultat des Ex-Jobs sein. Das Allerwichtigste ist trotz allem deine Leistung während der Arbeit. Wir schauen unter anderem auf die Fertigkeiten der ehemaligen Angestellten bei Arbeiten in Projektform, weil dies hier bei ABB eine wichtige Eigenschaft ist, sagt Elisabeth Österlund.
In vielen Firmen war die Konkurrenz um Ex-Arbeitsstellen lange groß. In letzter Zeit hat Elisabeth Österlund eine leichte Verbesserung beim Zugang zu Ex-Arbeitsstellen festgestellt.
Die Studenten, die uns kontaktieren, sind strukturierter und zielbewusster als früher. Man begreift, dass die Ex-Jobzeit wirklich eine Chance ist, seine Motivation zu zeigen und eine Stelle oder eine wichtige Qualifikation für die Zukunft zu bekommen, sagt Elisabeth Österlund.
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